Morgestraich in:
Über uns

Es waren einmal ein paar Männer, die verstanden sich prächtig. Eines Tages beschlossen sie, am Baseler Karneval nicht mehr nur am Strassenrand zu stehen und Helau zu schreien, sondern sich für die farbenprächtigen Umzüge einen Logenplatz zu besorgen. Da dies aber nicht, wie im Theater, mit dem Kauf eines Tickets abgetan ist, beschlossen sie, gleich selbst aktiv zu werden. Womit das Theater begann....
Noch immer verstanden sich die paar Männer prächtig, aber sie mussten zuerst einmal lernen, dass es z.B. nicht Baseler Karneval, sondern Basler Fasnacht heisst, dass es keinen Umzug sondern einen Cortège gibt und dass man nicht Helau schreit. Das war gar nicht so einfach, denn unter den paar Männern gab es nicht nur viele Italiener, sondern auch Ausländer und Fussballer.

Nachdem sie nun aber trotzdem alles gelernt hatten, was es für die Fasnacht braucht, begannen sie, viele Sitzungen einzuberufen um einen sogenannten Wagen zu bauen. Nun verstanden sie sich aber schon nicht mehr immer gar so prächtig, da es sich dabei um Arbeit und vor allem um deren Verteilung handelte. Es gab einige Wechsel, (über die Details schweigt des Sängers Höflichkeit an dieser Stelle, da eh schon die ganze Stadt darüber spricht) aber der Wagen wurde trotzdem fertig - und die Teilnahme an den Cortèges und vor allem den Abendveranstaltungen machte den verbliebenen Cliquenmitgliedern so viel Spass, dass die Scheidungsrate sprunghaft anzusteigen drohte. Deshalb beschlossen sie, ihren Verein Loge-Clique zu nennen. (Loosche lo sii!!!)

Um den fasnächtlichen Abendveranstaltungen gegenüber den Cortèges ihr ihnen zustehendes Gewicht zu verleihen, beschlossen die Mitglieder der Loge-Clique leichtsinnigerweise, einen Cliquen-Keller vom Feinsten in der Innerstadt zu bauen und zu betreiben. Leichtsinnigerweise deshalb, weil dies wiederum in Arbeit ausartete, und die Clique immer noch mehrheitlich aus denselben Individuen bestand. In jener Zeit erklärte der damalige Obmaa jedem der es hören wollte, und auch jedem der es auf keinen Fall hören wollte, dass die Loge-Clique nicht nur aus arbeitsscheuen Erstklässlern bestehe. Nein, es gebe auch einige dauermüde Kindergärtler darunter.

Nach einigen Flurbereinigungen, und vor allem, als die Cliquenmitglieder einen Italienischen Staatsbürger zum Obmaa machten und herausfanden, dass man Arbeit bezahlen und Keller vermieten kann, funktionierte das ganze aber irgendwann prächtig – und entgegen den Erwartungen und den Unkenrufen einer ganzen Stadt und einer grossen Anzahl von diversen Neidern, aber unter den Hurra-Rufen ebenso diverser Freunde, Passiven, Fans und Abhängigen feierten die Mitglieder (immer noch dieselben Individuen) an der Fasnacht 2001 bereits mit Stolz und Pomp ihr 10-Jahre-Jubiläum. Die 12 betreiben die Fasnacht auch heute noch hochprofessionell, gewinnen jedes Cüplisaufen und das Cliquengrümpeli (Fussballer halt!) und verstehen sich weiterhin prächtig, ausser wenn sie arbeiten müssen oder Sitzung haben.

Und wenn sie nicht gestorben sind, machen sie heute noch légèr Fasnacht, jäwwolll!!!! Felix Anderwert