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Geschichte
Sennhof Meierhof am Leonhardsberg 8/10 Während Jahrhunderten gehörten die beiden reizvollen gotischen Häuser am Leonhardsberg 8 und 10 zusammen. Ursprünglich trugen sie die Bezeichnung "Meierhof", später "Sennhof" oder auch "Unterer Sennhof".

Der "Meierhof" wurde wenige Jahrzehnte nach dem grossen Erdbeben von 1356 erstmals in der Literatur genannt. Als erste Eigentümerin des Meierhofs wird Verena zum Tolden, die Gattin des Thüring von Sissach aufgeführt. Die Liegenschaft Leonhardsberg 10 wird heute nach Ihr genannt.

Die geschichtlichen Angaben über die Gegend um die Leonhardskirche, die schon 1118 neben der angeblichen Burg "Wildeck" gegründet wurde, sind reich an Hinweisen, die uns Heute zum Teil Rätsel aufgeben. Seit ca. 1883 wurde die Liegenschaft von der Schlosserfamilie Dietrich bewohnt.

Die Sanierung Altstadthäuser zu sanieren ist ein Abenteuer. Ingenieur, Architekt und Handwerker müssen akzeptieren, dass ein Altbau in jeder Phase für positive und negative überraschungen sorgt. Flexibilität ist das erste Gebot. An der Liegenschaft Leonhardsberg/ Leonhardsstapfelberg musste tiefgreifend saniert werden. Dachkonstruktion, Treppen, Kamine und Böden waren zu ersetzen. über 30 Tonnen Alt-Bauschutt mussten unter schwierigsten Umständen entsorgt werden. Als Hauptproblem erwiesen sich die zu schwach demissionierten Holzbalkendecken mit starken Durchbiegungen und Bruchstellen. Die bestehende Konstruktion wurde mit Eisenträgern ersetzt. Glücklicherweise erwiesen sich die Bruchsteinmauern als tragfähig. Auf Betonkonstruktionen wurde verzichtet. Das ganze Installations-System wurde ausgewechselt und auf den neusten Stand gebracht. Thermische Isolationen, Schall und Brandschutzmassnahmen sowie Trittschall-Isolationen wurden eingebaut. Bei der Aussen-Sanierung wurde in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege Fassaden, Fenster, Sandsteingewänder und die alten Fensterläden restauriert.

Aktueller Zustand In den rund 1000 m3 grossen Bauvolumen wurde ein Atelier und drei 2-Zimmer-Wohnungen erstellt. Im "Brennhäuslein" unter der Liegenschaft Leonhardsberg 10 wurde ein Fasnachtskeller für die Basler Loge-Clique ausgebaut. Die Stützmauer gegen den Leonhardshügel aus dem 12. Jahrhundert wurde sorgfältig freigelegt und konserviert. Der romantische Innenhof steht während der Basler Fasnacht dem Cliquenbetrieb zur Verfügung.